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1838m in den Alpen – 1838m in the Alps

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Das ist auch was für einen richtig schönen Freutag!

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Pause von der Welt – Oberschönenfeld – time held in Oberschönenfeld

Die Medienberichte stressen uns alle derzeit, da tut eine Pause gut. Ein schöner Ausflug mit Kids mit Abschaltgarantie war unsere gestrige Tour zum Kloster Oberschönenfeld. Die Klosteranlage ist wunderschön und ruhig gelegen, die Fahrt dorthin durch die Augsburger westlichen Wälder ein Augenschmauss. Das Kloster besteht aus mehreren sehr gepflegten Gebäuden und in der Mitte gibt es eine große Wiese mit alten Obstbäumen mit Holzbank drumherum und dem obligatorischen Kräutergarten, den man auch betreten durfte. Der klostereigene echte Kräutergarten ist für Besucher nicht zugänglich, was mich natürlich sehr neugierig gemacht hat. Was kann man also im Kloster alles machen?

  1. echtes frisch gebackenes Brot kaufen. Es enthält im Vergleich zum Bäckereikettenbrot extrem wenig Luft, das war mein erster Eindruck beim Riechen und Schmecken und eine Scheibe davon macht sattsattsatt.
  2. im Naturkundehaus mit den Kindern interaktiv etwa 2 – 3 Stunden lernen und Spaß haben. Es gibt Maulwurfgänge zum betreten und Hörspiele zum Anhören und über Artenvielfalt zu lernen und Traktoren und Mähdräscherspielzeuge zum Spielen und Kräuter zum Tasten und Holz zum Fühlen
  3. es gibt dort derzeit eine DIY-Ausstellung (echt jetzt!) mit gesammelten Werken aus der Region von etwa 1900 bis heute. Ein paar Tränchen habe ich vor der Vitrine vergossen, die Neugeborenenkleidung und Kinderspielzeug aus der Kriegszeit zeigte aus Gardinenstoff und aufgetrenntem weißem Strickzeug und Fallschirmfliegerseide. Es gibt dort auch eine DIY-Zeitschriftensammlung zum Schmökern und ein großes Holzgitter zum Behäkeln und Klappen für Kinder zum Lesen und altes Nähwerkzeug und Seifenkisten und einen Ofen aus Flugzeugblech und  noch mehr.
  4. Im zweiten und dritten Stock gibt es eine Ausstellung über das Landleben der Region und die Bräuche mit vielen alten Einrichtungsgegenständen.
  5. Draußen ist noch ein großer Spielplatz mit Bachlauf.
  6. Es gibt auch ein Restaurant für die Mittagspause.
  7. Und eine schöne Klosterkirche mit fast etwas zu viel Kram drin, wenn man in Ruhe dort nachdenken oder beten möchte. Ich habe ja vorgeschlagen, die Hälfte davon zu verkaufen und zu Spenden, das kam aber nicht so gut an.
  8. Und hauptberufliche Nonnen.
  9. Und im Klosterladen fair gehandelte Produkte. Auch Käse und Wurst.
  10. Und einen großen leeren Parkplatz, wo man in Ruhe parken kann.
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Mir ist langweilig – I am bored

Gestern war ich mit der Familie in der Stadt. Und es ergaben sich für mich zufällig ganze 20 Minuten freie Zeit allein. Was mache ich jetzt damit? Urlaub in einem Teil meines alten Lebens! Das heißt, ich gehe durch die Läden und bummele und schau mir zum Beispiel die neueste Mode und Trends an, so wie man das mal früher am Samstag in der Stadt stundenlang machen konnte. Und das Ergebnis war – gähnende Langeweile. Die Modetrends in den Läden lassen sich jährlich wiederkehrend auf etwa 7 Punkte zusammenfassen. Findet sich übrigens so auch in den meisten Frauen-Zeitschriften wieder:

Frühling/Sommer im allgemeinen:

  • hautfarben/nude
  • blumiges
  • Marine-Look
  • Jeans
  • knallige Farben, rot, blau, gelb (totaaaal individuell, jedes Jahr aufs neue)
  • gold/silber/metall
  • schwarz-weiß
  • irgendeine Trendfarbe, die wir anziehen sollen, die muß natürlich wechseln, sonst kann man nichts neues verkaufen

Herbst/Winter dieses Jahr:

  • Herbstfarben
  • orange/weinrot/jägergrün
  • die Farben des Jahres 2016: hellblau und rosa
  • Stoffe mit kleinen Tieren drauf, wie Kinderstoffe (infantil könnte man leicht gefärbt sagen, wenn man schlechte Laune hat, was soll der erwachsenen Frau damit suggeriert werden?)
  • beige
  • Strick
  • Glitzer
  • und Teils die Punkte aus Frühling/Sommer (außer Blumen)
  • ach ja, „goldocker“ und „giftiges grün“ dieses Jahr

Und das soll man dann jedes Jahr aufs neue kaufen? Ich weiß nicht, für wie doof mich die Produzenten halten. Ich verfüge immer noch über ein sehr gut funktionierendes Langzeitgedächtnis. Wollen die mir echt erzählen, ich könnte mich jedes Jahr mit der Mode individuell rundumerneuern? Und pro Teil dann mindestens 50 Euro mit einer Stoffqualität, die nach höchstens 7mal waschen meist den Geist aufgibt. Das sind ja Margen von 80%. Bei meiner Größe brauche ich außerdem Longgrößen, d.h. die Standardteile sind eh nach einmal waschen zu kurz, bauchfrei ist ja Gott sei Dank out. Genauso finde ich übrigens den Kaufhof Kinderspielzeugstandard langweilig und überteuert. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel, wir brauchen von diesem Angebot etwa 1% und dafür mehr Nachhaltigkeit, gerechtere Verteilung und Individualität.

20 Minuten reichten dafür völlig aus. Das Fazit: Lieber ein Teil selber nähen, das richtig passt und vorher mindestens einmal kurz innehalten und nachdenken. „Achtsamkeit“ ist schließlich das neue Wort des Jahres 2017. Dieses Jahr ist schon für „Frieden“ reserviert.

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Tim und Struppi – Tintin et Milou

  • LiebsterComicLieblingsfreundBeiFernweh
  • SchöneZeichnung
  • EigenStilDesign
  • MutigeAlteWelt
  • Altmodisch
  • PolitischManchmalUnkorrekt
  • HerzFreundeDurchDickundDünn

 

Quellenratezitat: „Wir haben auch unsere kleinen Geheimnisse“ naa?

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Tour de Spielplätze

Wir waren gestern Nachmittag wieder radeln. Diesmal zu dritt. Weil aufgrund der schwülen Gewitterlage hier eine – sagen wir mal freundlich – etwas gereizte Stimmung herrschte, habe ich die Kinder und meine sieben Sachen gepackt, Helme auf und wir haben die Spielplätze in unserem Viertel abgeradelt. Überall Stopp gemacht und 30-40 Minuten gespielt und gesandelt. Die Stimmung wurde – oh, Überraschung – schlagartig bei allen besser und das vorhergesagte Gewitter kam gar nicht. Wir haben bestimmt etwa zehn liebe Menschen getroffen, uns gut unterhalten, Quatsch gemacht, beim Supermarkt vorbeigeschaut und noch mehr Leute und Freunde getroffen und uns wieder viel unterhalten, Wasser gekauft, weil alle durstig waren und sind zum nächsten Spielplatz gefahren. Dort hat sogar unser Kleinster eine kleine Freundin aus der Krabbelgruppe getroffen und ich konnte mich doch tatsächlich etwa 10 Minuten in Ruhe auf die Bank setzen, während die beiden im Sandkasten eine Diskussion über Schaufeln führten und zusammen das Spielzeug in einen Sack räumten. Das man mit einfachen Mitteln soviel Spaß, Freude und Zufriedenheit schaffen kann, ist immer wieder schön. Man muß sich nur dazu aufraffen. Und gegen Spätnachmittag kam dann sogar noch die Sonne kurz raus. Danach war eine große Reinigungsaktion nötig. Also beide noch die Wanne gesteckt mit viiiiiiel Schaum, danach Abendessen und ins Bett – mit Gute-Nacht-Geschichte – versteht sich.

Und was lernen wir daraus? Nur Äktschn bringt Sätisfäktsch 😉

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Norddeich Mole und Dortmund

…oder Reaggy, Rocker und Räuber in Dortmund.

Ja, und dann waren wir von Juist zurück und erst einmal vom Lärm und der ganzen Technik auf dem Festland um uns herum leicht betäubt und sind nach einem Zwischenstopp in Norddeich Mole (im Restaurant als vegetarisches Essen ist der gebackene Schaftskäse mit getrockneten Tomaten, Oliven und Zwiebeln für Vegetarier sehr zu empfehlen) direkt weiter nach Dortmund gefahren. Dort haben wir mit den kleinen Menschen zwei wunderschöne Ausflüge gemacht.

Einmal empfehlenswert als Ausflugsziel ist der Dortmunder Zoo. Auch wenn die Seelöwen-Vorführung etwas natürlicher hätte gestaltet werden können und ich grundsätzlich eigentlich immer Zoos gemieden habe, mit den kleinen Menschen macht man dann eben doch wieder bestimmte Programmpunkte, also Zoo. Schöner grüner Zoo mit allen Tieren, die dazugehören. Giraffen, Löwe, Panther, jede Menge Affenarten und Ameisenbären und ein kleiner brauner Bär und viele Rehe und Enten und mehrere Pfaue. Mein Lieblings war das Faultier im Käfig ohne Gitter. Genau mein Tempo derzeit 🙂 kennt jemand den Pixar Kurzfilm mit dem Faultier in der Verwaltung? https://www.youtube.com/watch?v=4L5oaM8-xvQ Die bewegen sich wirklich so langsam, echt schön auf eine besondere Art. Der Zoo baut gerade sehr viel und gestaltet die Gehege so tierfreundlich wie möglich, also war es sogar für jemand eher kritisch eingestellten erträglich, vor allem, wenn man den vielen Tiernachwuchs einiger aussterbender Arten sah. Das Essen und der Service im Zoo-Restaurant waren sehr sehr freundlich, geduldig und sauber und ein Spielplatz mit schönen Holzbauten vom Restaurant aus einsehbar.

Zweiter schöner Ausflug in Dortmund war das Wischlinger Solebad. Lustig war ein Reagge-Festival das nebenan stattfand und die Besucher das Bad zur fröhlichen Chillung und Reinigung zwischendurch verwendeten. Leider gab es auch einen Räuber, der eine junge Frau mit Bienenkorb auf dem Kopf ausgeräubert hat und zwar fieserweise sogar die Kleidung, was wir besonders gemein und sinnlos fanden. Die Tatoo-Dichte im Schwimmbad war auch besonders hoch an diesem Tag, so daß den Kindern keine Sekunde langweilig war. Es gab viel zum Staunen. Besonders schön fand ich eine der Doppel-Massagedüsen, die gleichzeitig Rücken und Nacken erwischte. Es lohnt sich, im Bad danach zu suchen. Sie befindet sich im Solebad in diesem Rundbau wenn man reingeht rechts. Nach zehn Minuten blubbern keine Rückenschmerzen mehr bis zum nächsten Tag, einfach herrlich!

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Mannheim mit Fahrrad

Wir erobern die Gegend gerade mit Rad. Wahnsinn, wie schwierig es geworden ist, schöne Stellen zu finden, wo man mit Kind gut hinradeln kann. Manchmal frage ich mich wirklich, wofür wir das alles bauen, ohne Auto schafft man es fast nicht mehr, sich hier sicher fortzubewegen, vom Lärm, der miesen Optik und den Gerüchen will ich jetzt gar nicht anfangen. Aber mit etwas gutem Willen, Geduld und Nase oder wahlweise Augen und Ohren zu halten, schafft man es wohl überall, sich einen netten Tag zu machen. Wahrscheinlich ist man mit Kleinkind auch etwas sensibler. Da macht man alles mit Wasser und Hygiene und Weleda und Ökotest sehr gut usw. und dann schleppt man die  Knirpse durch Gegenden in denen es beinahe unmöglich ist, nicht neben Hochspannungsmasten, Mobilfunkantennen, Abgasen und Lärm oder Atomkraftwerken zu sein. Dafür hat man dann halt die gute gesundheitliche Versorgung, gute Schulen, Kultur etc. aber ich schweife mal wieder ab. Mich beschäftigt die Standortfrage derzeit sehr, aber dazu ein anderesmal mehr.

Heute haben wir jedenfalls einen netten kleinen Ausflug zu John Deere gemacht, da mein kleinster Mensch unbedingt Traktor fahren wollte und einen Traktor „haben“ wollte. Da unsere Garage dafür leider zu klein ist, wollte ich ihn wenigstens mal auf einem Traktor sitzen lassen. Das schöne beim John Deere Forum ist, das man nichts bezahlen muß und das es jede Menge wunderschöne Traktoren gibt. Reinlaufen, Kind auf den größten Traktor hoch hieven, auf jeden Fall mitklettern und dazusetzen wegen Sturzgefahr und dann kann man je nach Interesse bis zu einer Stunde an allen Knöpfen und Hebeln und Schaltern in der Fahrerkabine sitzen und sich über Landwirtschaftstechnik freuen, ein Spitzenspielplatz so eine Traktorfahrerkabine :). Kaffee gibts dort auch und ein paar Snacks, die kosten natürlich was. Und wer mag, kann sich im Shop noch Werbeandenken holen. Alles in allem also eine schöne Sache für kleine technikafine Menschen so ab zwei Jahren.

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Design award 2016 im Urlaub

Secondhousegreen schreibt heute von der wunderschönen Insel Juist. Dort hat sich der weltweit beste Designer den Design Award 2016 verdient. Er hat sich hier im Meer gut versteckt und malt und gestaltet auf großer und kleiner Leinwand. Er arbeitet täglich und wie besessen und es wird immer noch gemunkelt, daß er vielleicht eine Frau ist. Hier einige Auszüge aus seinem Werk.

 

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Die einfachen Dinge

oder – la vie est faite de petits bonheurs. Bester Moment heute: Wochengroßeinkauf mit dem Fahrrad. Unser Auto ist gerade mit dem Nachwuchs unterwegs. Nachdem ich wirklich jedes Bio-Produkt im Supermarkt ein paar Straßen weiter in den Einkaufswagen gelegt habe, der hauptsächlich konventionelle Lebensmittel hat und die guten Sachen sind echt schwer zu finden, und dann noch so tolle sperrige Dinge kaufen musste wie riesige Toilettenpapierpackungen und Küchenpapierrollenpackungen, habe ich ALLES auf dem Fahrrad verstaut, mich zwischen die ganzen Stapel und Tüten auf den Sattel gezwängt und bin im Schritttempo in der Abendsonne nach Hause geradelt, wackelwackel. Und es fühlte sich an wie früher, als man ohne Auto alles nach Hause geschleppt hat, irgendwie auf dem Fahrrad vertäut, sogar die Holzlatten aus dem Baumarkt und die allererste Nähmaschine. Es ging auch so und zwar gut! Mir haben die Autofahrer auf dem Parkplatz eben richtig leid getan 😉 Radfahren ist einfach das beste, fühle mich gerade wie, na sagen wir mal freundlich 19 Jahre jung 🙂 und diesen Wohlfühlmoment muß ich jetzt einfach loswerden, bevor ich die Einkäufe auspacke.