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Freebook: Frau Ticky und ihre Katzen – Einschlafgeschichte für aufgeweckte Kinder ab etwa einem Jahr

Diese selbst erdachte Einschlafgeschichte wird von meinen Kindern sehr geliebt. Sie ist bei uns seit vielen Jahren als wirkliche Einschlafgeschichte erfolgreich. Im Lauf der Zeit sind zahlreiche Varianten dazugekommen, denn die Inhalte wachsen mit den Kindern mit. Dies ist die allererste Basisgeschichte. Man kann die Geschichte und die Wiederholungen mit „rosenkranzähnlicher“ Monotie, Ruhe und LANGSAMKEIT erzählen, dann wirkt sie besonders beruhigend – ähnlich wie bei einer eine Meditation – und alle schlafen ruhig ein und träumen von Katzen. Am besten macht man auch die Ruhepausen, die in eckigen Klammern empfohlen werden. Die vielen Wiederholungen sind Absicht. Die Einschlafgeschichte ist etwas für aufgeweckte Kinder ab etwa einem oder eineinhalb Jahren, die Katzen gern mögen. Natürlich eignet sich die Geschichte auch einfach so zum Vorlesen. Alle Rechte an der Geschichte liegen bei mir. Viel Erfolg! Eure shg

frau-ticky

Frau Ticky und ihre Katzen wohnten in einem großen Haus mit einem großen Garten. Frau Ticky hatte sieben Katzen. Eine schwarze Katze. Eine weiße Katze. Eine rote Katze. Eine getigerte Katze. Eine schwarze Katze mit weißen Punkten. Eine weiße Katze mit schwarzen Punkten. Und eine kleine kunterbunte Katze.

Heute war Frau Ticky mit ihren Katzen draußen im Garten. Sie wollte den Garten winterfest machen. Dafür mähte sie den Rasen. Sie schnitt die Bäume und Sträucher zurück. Sie jähtete das Unkraut und rechte das alte Laub zusammen.

Währenddessen lagen die Katzen im Garten und schauten Frau Ticky zu. Oder sie versuchten Vögel und Mäuse und Schmetterlinge zu fangen. Oder sie versuchten, den Rechen zu fangen, mit dem Frau Ticky das alte Laub zusammenrechte. Oder sie ließen sich einfach die letzten Herbstsonnenstrahlen auf den Bauch scheinen.

Dann war Mittagszeit. Und Frau Ticky ging ins Haus, um für sich und für ihre Katzen ein feines Mittagessen zu kochen. Weil es noch früh war, kochte sie zuerst für sich und aß in Ruhe. Dann kochte sie für ihre Katzen.

Bei Frau Ticky hatte jede Katze ihren eigenen Freßnapf. Und jede Katze ihren eigenen Trinknapf. Die schwarze Katze hatte einen schwarzen Freßnapf. Die weiße Katze hatte einen weißen Freßnapf. Die rote Katze hatte einen roten Freßnapf. Die getigerte Katze hatte einen getigerten Freßnapf. Die schwarze Katze mit weißen Punkten hatte einen schwarzen Freßnapf mit weißen Punkten. Die weiße Katze mit schwarzen Punkten hatte einen weißen Freßnapf mit schwarzen Punkten. Und die kleine kunterbunte Katze hatte einen kleinen kunterbunten Freßnapf.

Und jede Katze hatte auch ihren eigenen Trinknapf. Die schwarze Katze hatte einen schwarzen Trinknapf. Die weiße Katze hatte einen weißen Trinknapf. Die rote Katze hatte einen roten Trinknapf. Die getigerte Katze hatte einen getigerten Trinknapf. Die schwarze Katze mit weißen Punkten hatte einen schwarzen Trinknapf mit weißen Punkten. Die weiße Katze mit schwarzen Punkten hatte einen weißen Trinknapf mit schwarzen Punkten. Und die kleine kunterbunte Katze hatte einen kleinen kunterbunten Trinknapf.

Frau Ticky füllte alle Näpfe voll und rief die Katzen ins Haus. Und weil die Katzen sehr hungrig waren, kamen sie gleich angelaufen. Alle aßen und tranken ihre Näpfe leer. Eine zeitlang hörte man nur die Katzen schmatzen. [etwa eine Minute nichts sagen und auf den Atem horchen.]

Als alle fertig waren, gingen sie raus in den Garten, um zu schlafen. Frau Ticky legte sich auf ihre Gartenliege und die Katzen legten sich drumherum ins Gras. Alle dösten oder machten ein kleines Mittagsschläfchen. Eine zeitlang war es im Garten ganz ganz ruhig. [etwa eine Minute lang nichts sagen und auf den Atem horchen]

Nach und nach wachten alle wieder auf und Frau Ticky holte aus dem Schuppen ihre Leiter und ihre Heckenschere, denn sie wollte noch die Gartenhecke schneiden. Das dauerte den ganzen Nachmittag. Am Abend räumte Frau Ticky alle Werkzeuge wieder in den Schuppen und setzte sich noch eine halbe Stunde in ihren Garten. Sie freute sich, wie schön der Garten jetzt aussah.

Später rief sie Katzen ins Haus zum Abendessen. Alle aßen und tranken sich satt. Danach gingen alle schlafen. Bei Frau Ticky hatte jede Katze auch ihren eigenen Katzenkorb. Die schwarze Katze hatte einen schwarzen Katzenkorb. Die weiße Katze hatte einen weißen Katzenkorb. Die rote Katze hatte einen roten Katzenkorb. Die getigerte Katze hatte einen getigerten Katzenkorb. Die schwarze Katze mit weißen Punkten hatte einen schwarzen Katzenkorb mit weißen Punkten. Die weiße Katze mit schwarzen Punkten hatte einen weißen Katzenkorb mit schwarzen Punkten. Und die kleine kunterbunte Katze hatte einen kleinen kunterbunten Katzenkorb. Die Katzen kuschelten sich in ihre warmen weichen Katzenkörbe und Frau Ticky legte sich in ihr gemütliches warmes Bett. Und alle schliefen glücklich und zufrieden bis zum nächsten Morgen.

Freebook zum Download: frau-ticky-und-ihre-katzen

Darüber freue ich mich jeden Tag und sende es deshalb an den Freutag.

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lebensfrisch

lebensfrischWillkommen auf unserer Showbühne. Das Theaterstück  heute heißt: „lebensfrisch – was zwischen sechs und sieben Uhr morgens an einem ganz normalen Dienstag bei uns los ist.“ Ähnlichkeiten zu irgendwelchen Personen sind rein zufällig.

Kind = K

Es ist sechs Uhr. Alle schlafen. Alle? Nein, ein kleiner Gallier…

„Hallo Mama.“ „Komm wir schlafen noch ein bissi. Es ist noch gaaaanz früh.“ „Bielen was.“ [K. klettert wieder aus dem Bett raus und rennt in den Spielflur.] „Spielen was.“ „Spielen was, Mama.“ „Mamaa, spielen was.“ „Jahaa, gleich, ich muß erst mal kurz wach werden.“ „Bagger, Mama schau.““Mhm.“ „Mama, schau, Kran bauen?“ [Mama klettert langsam aus dem Bett, ihr Zeh ist noch gebrochen, erst mal Schiene anziehen.] „Ich geh mal runter Kaffee machen, magst du mit?“ [strahlt] „Jaaaa, Mama.“ [Sie klettern Hand in Hand zusammen die Treppen hinunter.]

unten:

[Mama macht schnell Kaffee von gestern mit Milch warm. Trinkt] „Hast du schon Hunger, Spatz?“ [K schüttelt den Kopf.] „Nein.“ „Durst?“ „Bissi“ [Mama füllt Becher, K trinkt aus seinem Barbapapabecher.] „Schau, Mama, Leeeegooo.“ [beide setzen sich neben die Legokiste und fangen friedlich an zu bauen] „Mama doof.“ „Hee, ich bin nicht doof.“ „Mama, Seisse.“ „Hee, Mama ist doch lieb.“ „Hahahahha.“ „Bist du ein Frechdachs?“ [K strahlt] „Jaaaaa.“ [K freut sich diebisch] „Mama doof. Seisse. haha.“ [Mama erinnert an die Tipps aus irgendeinem vor langer Zeit gelesenem Erziehungsblablabuch und reagiert nicht mehr auf die Schimpfwörter, K hört sofort auf, wie im Lehrbuch beschrieben, toll! Sie bauen weiter. Nach einiger Zeit:] „Ich mach mal Frühstück, spiel ruhig weiter.[K steht auf, nimmt sich seine kleine Holzangel und kommt mit in die Küche.]

Küche:

„Mama, Angel putt.“ „Ja, die müssen wir reparieren. Aber ich muß jetzt erst mal Frühstück machen.“ „Putt maht Angel, da.“ [hält die kaputte Angel hin.] „Ja, wir reparieren die, aber jetzt erst mal Frühstück für alle machen. Hilfst du mir? Hier, legst du die Löffel auf den Tisch?“ [K. trägt die Löffel zum Tisch und legt sie hin. Kommt stolz und zufrieden zurück.] „Schau mal, Mama.“ [Mama bewundert die Löffel auf dem Tisch] „Wow, super gemacht.“ [K. freut sich enorm. Mama deckt den Tisch fertig und fängt an Porridge zu kochen] „Paß auf deine Finger auf.“ [K. liebt das Drehregal für die Töpfe, Mama wendet sich wieder dem Kochtopf zu. K auch] „Geh vom Herd weg, der ist heißßßß.“ „Auch kochen.““Nein, das geht jetzt leider nicht, das ist zu heiß.“ „Aaaaauch.“ „Nein, das geht jetzt leider nicht, das ist zu heiß, niiiiicht die Finger auch die Platte. Finger weg!!! “ „Schaaaaauen.“ „ok, aber dann setzt du dich da hin und lässt Mama kochen.“ „Jaaaa.“ [K. strahlt zufrieden. Mama hebt ihn hoch, er schaut in den heißen Kochtopf.] „Heiß, Mama.“ „Ja, heiß.“ [Mama setzt K. etwa einen Meter vom Herd entfernt hinter sich auch dem Boden ab. [Sie kocht für etwa 90 Sekunden in Ruhe weiter. Plötzlich ist es ganz leise. Leise?!?]

nebenan:

[K. klettert nebenan seelenruhig in seinen Kinderhochstuhl, der am Eßtisch steht, über den Bügel, stellt die Füße auf die Sitzfläche und setzt sich auf die Lehne, Mama bekommt einen halben Herzinfarkt und rast humpelnd so schnell sie kann zu K., diverse Absturzvisionen und Selbstvorwürfe durchlaufen in diesem Moment ihren Kopf, sie ist rechtzeitig bei K. und setzt ihn richtig auf seinen Kinderhochstuhl]. „Uiiiufff. Du musst doch auf die Mama warten.“ „Klettert.“ [sagt K. stolz und sieht sehr zufrieden mit sich aus. Mama ist insgeheim auch stolz, dass er das – in dieser kurzen Zeit – puh – geschafft hat, aber ihr Adrenalinspiegel ist noch zu hoch. Sie atmet tief durch, hält sich an der Kaffeetasse fest und setzt sich hin. Sie fangen an zu essen.]

Das Schulkind kommt die Treppe runter. Es ist jetzt sieben Uhr. Der Tag beginnt.

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Waldspaziergang

035

Die zwei Wurzeln

von Christian Morgenstern

Zwei Tannenwurzeln groß und alt

unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,

das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei

und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.

Das ist genug für einen Tag.

[Das sende ich zu MMi rüber]

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Tim und Struppi – Tintin et Milou

  • LiebsterComicLieblingsfreundBeiFernweh
  • SchöneZeichnung
  • EigenStilDesign
  • MutigeAlteWelt
  • Altmodisch
  • PolitischManchmalUnkorrekt
  • HerzFreundeDurchDickundDünn

 

Quellenratezitat: „Wir haben auch unsere kleinen Geheimnisse“ naa?

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Quellen raten – wer macht mit?

Als wir klein waren, haben meine Geschwister und ich Quellen raten gespielt und das vor Kurzem auf einer Art whatsapp wieder angefangen. Man nennt ein Zitat und die anderen müssen raten, woher und von wem es stammt. So zum Beispiel:

  • Zitat: „Ich brauch Dich“
  • Antwort: KIT
  • Zur Erklärung: Das stammt aus der Fersehserie Nightrider, immer wenn David Hasenofen sein Auto ruft, sagt er das.

Oder:

  • Zitat: „Du und ich“
  • Antwort: Michel und Alfred
  • Zur Erklärung: Es gibt im Buch „Michel aus Lönneberga“ von Astrid Lindgren diese wundervolle südschwedische Abendszene, in der die beiden Freunde Alfred und Michel schwimmen gehen „Du und ich, wir zwei.“

Mir ist gerade eingefallen, daß ich ans Ende jedes Blogposts noch so ein Ratezitat machen könnte. Vielleicht mag ja jemand mitraten?

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Der Glücksrucksack

Es gibt diese Tage, da braucht man ihn: den Glücksrucksack. Die Idee ist aus einem sehr süßen und hilfreichen Kinderbuch, das ich meinen Kindern manchmal vorlese. „Ein Rucksack voller Glück“ von Julia Volmert und Elke Broska. Im Prinzip enthält er eine Übung zum positiven Denken. Am Abend vor dem Einschlafen sollen die Kinder alles aufzählen, was an dem Tag gut war und sich vorstellen, daß sie alles in ihren Glücksrucksack packen. Den schnallt man sich dann auf den Rücken und trägt ihn auch den ganzen Tag mit sich herum. Im Buch mit vielen Bildern sieht man die Rucksäcke auch. Manche tragen auch Traurigkeit in ihrem Rucksack. Aber man kann kleine Mißerfolge oder Ärger mit Freundinnen im Kindergarten mit dieser Übung auch gut aus dem Rucksack rauspacken und dafür andere schöne Dinge hineinlegen. Vielleicht eine liebe Geste einer lieben Freundin oder eines lieben Freundes. Das Buch ist zwar für 3-4 Jahre gedacht, aber manchmal kann man ihn auch später noch sehr gut gebrauchen 🙂