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Endlich wieder Flohmarkt – finally, flea market again

Da sich mein Zeh entschlossen hat, etwas weniger weh zu tun, habe ich mich gestern mutig mit den kleinen Menschen auf den Flohmarkt gewagt. Ich hatte Glück. In der 45 Minuten Zeitspanne, die ich hatte, bevor es richtig mittagssonnig wurde und die Geduld der Kids noch nicht ausgereizt war, konnte ich ein paar nette Sachen ergattern, die ich schon länger immer wieder im Kopf herumgewälzt hatte. Freu!

As my toe decided to hurt less, I dared to try bravely to go to the flea market with the little human beings. I was lucky. During the 45 minutes that I normally have before the sun is too hot and the kids‘ patience is over, I found a few nice things that I was thinking about to buy lately. Happy!

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Das ist ein Teil einer alten Druckereikommode, in der früher die einzelnen Buchstaben und Satzzeichen aufgehoben wurden. Netterweise hat uns jemand gestern erklärt, der selbst in einer Druckerei gearbeitet hat, daß man als Drucker oder Setzer quasi blind in diese Schublade gegriffen hat, weil man genau wußte, welches Teil wo zu finden war. Interessant, oder?

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Email-Schüsseln (nicht E-Mail), ich hab jetzt auch mal endlich nachgelesen, warum die mir so sympatisch sind.

Und dann noch zwei Stapel mit wunderbaren alten Damenstofftaschentüchern, die – wie sich das für Aussteuer gehört – teilweise mit Hand behäkelt und bestickt sind. Daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen, soviel Arbeit und so schön! Die werde ich natürlich ehrenhalber noch einzeln bügeln, hier hängen sie noch naß auf der Wäscheleine, aber ich wollte sie meinen geneigten und aufmerksamen Lesern nicht vorenthalten:

Old fabric ladies‘ handkerchiefs, so much work and so beautiful!!:085084082

 

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Ich war eine Tischdecke – I was a table cloth

004Hurra, der Freitagsrock ist fertig! Ich hatte mir vor einiger Zeit vorgenommen, für jeden Wochentag einen Rock zu nähen in der jeweils passenden Farbe. Der Stoff ist eine – jetzt ehemalige – Tischdecke vom Flohmarkt. Der Schnitt ist wieder von Ottobre. Die Zeitung entwickelt sich bei mir langsam aber stetig zur Lieblingszeitung, auch wenn ich die Anleitungen teilweise etwas abwandeln muß, um was fertigzubekommen.

Jipii, the Friday skirt is finished! Some time ago I had the idea to sew a skirt in the respective colour of the week day. The fabric is a former table cloth from the flea market. The cut is from Ottobre which starts to be my favourite journal. I just had to change some details while sewing, otherwise it takes too long sometimes.

 

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Easy Schrank Feng Shui

Ich habe meinen Schrank ausgeräumt. Darin befand sich nämlich zwischen Größe 36 und 46 alles. Diesmal kam alles raus, was ich zur Zeit nicht mag oder was mir schon beim daran denken schlechte Laune macht oder was mich juckt. Das heißt, die meisten Arbeitsklamotten, alle Wollsachen und die Extremgrößen, also 36 und ab 42 aufwärts. Ich kann das Schrank Feng Shui echt empfehlen. Die Sachen habe ich in vier große Säcke gepackt und wenn ich nichts davon vermisse in den nächsten 4-8 Wochen, kommen sie endgültig weg. Ein paar Sachen habe ich natürlich auch als Andenken behalten, Umstandskleidung usw. Falls ihr also gerade nicht wisst, was ihr mit dem heutigen Abend anfangen sollt (und statt Fernsehglotzen), legt einfach los und mistet aus, was das Zeug hält.

  • Im Schrank bleibt alles, was man gern trägt oder getragen hat, das macht morgens gute Laune beim Schranktüren öffnen.
  • alles andere kommt raus in zwei Gruppen: Andenken in die Andenkenbox, alles weitere in Kisten zum Spenden, Verschenken oder Wegwerfen. Wenn man die Sachen nach 4-8 Wochen nicht vermisst, endgültig weg damit, das macht glücklich und schafft Raum für Neues und jemand anderes freut sich darüber.
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An den Leser

Am Wochenende war ich mal wieder auf dem Flohmarkt und habe unter anderem ein rotes kleines Büchlein erstanden: „Altfranzösische Liebes- und Volkslieder“ in deutscher Übersetzung, ausgewählt und übertragen von Georg Schneider von 1955. Und vorn drin steht diese hübsche Anrede. Für den Blog habe ich sie leicht abgewandelt:

An den Leser

Ich brauch dir dieses Buch nicht anzupreisen,

lies du es nur zu Nutzen und Gewinn.

Doch will dir Liebe schönre Gunst erweisen,

Schlags zu und wirf es in die Ecke hin!

Sonst aber nimm dir Zeit, es auszulesen,

Bedächtig suche seinen wahren Sinn:

Gelächter ist und Schönesgut sein Wesen –

Und denk, daß ich wie du darinnen bin!

Den Geist will es anmutig unterrichten.

Du findest nur ergötzliche Geschichten.

von Francois Rabelais