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An den Leser

Am Wochenende war ich mal wieder auf dem Flohmarkt und habe unter anderem ein rotes kleines Büchlein erstanden: „Altfranzösische Liebes- und Volkslieder“ in deutscher Übersetzung, ausgewählt und übertragen von Georg Schneider von 1955. Und vorn drin steht diese hübsche Anrede. Für den Blog habe ich sie leicht abgewandelt:

An den Leser

Ich brauch dir dieses Buch nicht anzupreisen,

lies du es nur zu Nutzen und Gewinn.

Doch will dir Liebe schönre Gunst erweisen,

Schlags zu und wirf es in die Ecke hin!

Sonst aber nimm dir Zeit, es auszulesen,

Bedächtig suche seinen wahren Sinn:

Gelächter ist und Schönesgut sein Wesen –

Und denk, daß ich wie du darinnen bin!

Den Geist will es anmutig unterrichten.

Du findest nur ergötzliche Geschichten.

von Francois Rabelais

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