Veröffentlicht in Kochen - cooking - cuisiner

Lecker Kochen für Herbivores und Carnivores

Bloggen motiviert :). Hätte ich nicht gedacht. Streckenweise find ich Haushalt ja echt langweilig, aber heute wollte ich ja für den Blog ein paar nette Fotos machen und war schwuppdiwupp relativ hochmotiviert fürs Kochen, falls man das überhaupt sein kann. Zwischendurch hadere ich ja mit dieser Emanzipationslüge: Sei berufstätig und habe Familie und die Hausarbeit läuft angeblich 50%-50%. Hahaha, kann ich da nur sagen. Weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber egal, ob frau 30% oder 100% arbeitet, den Großteil der Familien- und Haushaltsarbeit macht frau trotzdem mit, sagt die Statistik und sie hat wohl recht. Und im Job wird einem gesagt, wer Teilzeit macht, kriegt keine Projekte und deshalb auch keine reine Einserbewertung und deshalb auch keinen vollen Bonus…ok, das Leben ist ungerecht, aber es kann doch nicht sein, dass wir seit 1919 nicht mehr hingekriegt haben, abfinden werde ich mich damit jedenfalls nicht.Das muß doch irgendwie besser gehen.

Aber zurück zum heutigen Rezept. Dauer: Wenns richtig lecker und entschleunigt 😉 sein soll, ruhig zwei Stunden einplanen, allerdings waren dabei heute etwa 10 Unterbrechungen mit „Mama, kannst du mal, Mama, schau mal, Mama aua…“ etc. dabei, ohne Unterbrechung könnte man das auch in etwa 60 Minuten locker schaffen. Am besten wäre natürlich, alles Bio einzukaufen, zumindest das Fleisch, am leckersten finde ich die demeter-Sachen. Als Suppenwürfel verwende ich nach langem Ausprobieren eigentlich nur noch Klare Gemüsebrühe von Cenovis. Die ist rein pflanzlich, laktosefrei und lecker. Gibts allerdings nur in den „Reform“-Läden meist im Fünferpaket. Jedenfalls hab ich sie bisher nur dort gefunden.

Zutaten für etwa 4 Personen (2 Vegetarier, 2 Fleischesser bzw. 2 Erwachsene, 2 Kinder):

2 mittelgroße Putenbrustfilets, 2 Zwiebeln, Gemüse (Zuchini, Paprika, Tomaten, Karrotten, Lauch, etc.), etwa 8 mittelgroße Kartoffeln, 2 Äpfel, Butter, Frischkäse, Milch oder Sahne oder Crème Fraîche, Suppenwüfel, Salz, Pfeffer, Mehl

Also, heute gab es in unserem gemischten Fleischesser und Vegetarierhaushalt folgendes: Kartoffeln, Gemüse, Putenbrustfilet mit Apfelsoße. Ich schreibe so, dass es ein Anfänger auch nachkochen kann, der vielleicht – so ähnlich wie ich – starten darf, mit anfangs etwa Nullkommazweikochkenntnis.

Salzkartoffeln:

Kartoffeln schälen und vierteln. Wenn sie sehr erdig sind, nochmal abwaschen  und in einen Topf geben. So viel Wasser in den Topf, dass die Kartoffeln gerade bedeckt sind (geht schneller und spart Energie beim Kochen) und reichlich salzen. Auf höchster Stufe Wasser zum Kochen bringen, dann runterschalten und etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Mit der Gabel testen.

Gemüse:

Für das Gemüse habe ich heute alles geschnippelt, was wir an Resten im Kühlschrank hatten. Erst mal eine Pfanne auf den Herd stellen und Öl reingeben. Ich mach immer noch ein gutes Stück Butter rein, denn Fett ist Geschmacksträger und schließlich ist ja Sonntag :). Dann habe ich eine Zwiebel geschält und geschnippelt und ca. 8 mittelgroße Karrotten und diese schon mal im Fett angebrutzelt, darf ruhig etwas braun werden (aber nicht zuviel), diese Röststoffe bilden lecker Geschmack. Dann kam noch eine rote geschnippelte, gewürfelte Paprika und zwei gewürfelte Zuchinis dazu. Alles umrühren und auf mittel bis niedrig schön weich dünsten lassen, zwischendurch Mehl drauf geben, etwa 4 Suppenlöffel voll und einen ganzen zerbröselten Suppenwürfel. Dann wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Es gibt eine kleisterige Konsistenz. Wenn eine leichte Bräune entsteht, mit Wasser aufgiessen und alles umrühren, damit nichts am Pfannenboden kleben bleibt. Salzen und Pfeffern und auf niedrigster Stufe lange weiterköcheln lassen und zwischendurch umrühren, damit der Geschmack richtig schön durchzieht und alles warm bleibt und nicht anbrennt.

Putenbrustfilet mit Apfelsoße:

Dann eine zweite Pfanne auf den Herd mit der bereits beschriebenen Öl-Butter-Mischung (oder ohne, je nach Gusto). Die zweite Zwiebel schälen und würfeln und in der Pfanne andünsten auf höchster Stufe. Die Putenbrustfilets waschen (NICHT klopfen) und auf ein sauberes Schneidebrett legen. Salzen, pfeffern, mit Mehl stäuben, umdrehen, zweite Seite auch salzen, pfeffern und mit Mehl bedecken. Dann ab in die heiße Pfanne damit. Erst eine Seite durchbruzeln, dann umdrehen. Wenn die Zwiebeln eher dunkelbraun werden, ist es Zeit, alles mit Wasser aufzugießen. Es zischt richtig laut dabei. !Achtung!, kleine Kinder sollten Abstand halten, denn das Fett kann spritzen und tut richtig weh auf der Haut. Das Fleisch darf je nach zugegebener Mehlmenge ruhig schön im Wasser schwimmen, das gibt dann mehr Soße und man kann es am nächsten Tag nochmal aufwärmen. Wenn das Wasser erst mal drin ist, kann nachträglich kein Mehl mehr rein! Das muß vor dem Aufgießen mit Wasser mit dem Fett vermischt worden sein. Alles gut umrühren, damit nichts an der Pfanne kleben bleibt. Ruhig wieder einen ganzen Suppenwürfel dazugeben – nach Gusto. Dann die beiden Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden, etwa 4 mm dick, und in die Soße legen. Alles schön lange auf niedriger Stufe durchköcheln lassen. Die Soße bekommt dann einen leckeren Apfelgeschmack. Da ich keine Sahne etc. gekauft hatte, habe ich heute mit Milch und etwa zwei Löffeln Frischkäse abgeschmeckt. Fanden die familiären Tester auch lecker. Auf niedrigster Stufe warm halten, bis alles fertig ist, so kann es noch schön durchziehen.

Kartoffeln abgießen und in eine Schüssel geben, mit etwas Butter und Salz servieren. Gemüse auch mit Sahne oder Milch oder Frischkäse oder gar nicht abschmecken und servieren, wenn es schön weich und warm ist. Das Fleisch mit der Apfelsoße ebenfalls in eine Schüssel geben und servieren.

Bon appétit!

P.S.: Ich weiß nicht, ob ihr den roten WMF-Sparschäler kennt, einfach genial! Kostet so 4-6 Euro, hab mittlerweile zwei davon, falls einer verloren geht, ohne den Schäler kann ich nicht mehr kochen und er darf sogar in den Urlaub mitfahren! Ansonsten reicht eigentlich ein einziges größeres scharfes Küchenmesser sowohl für Fleisch als auch für Gemüse. Irgendwann habe ich noch ein kleines gekauft, mehr brauchts nicht.

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2 Kommentare zu „Lecker Kochen für Herbivores und Carnivores

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